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Technology, security analysis

Warum werden iCloud-Accounts gesperrt, und was bedeutet das?

Alexandra PetrusVeröffentlicht am 22. März 2017Aktualisiert am 20. Januar 2023
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Wenn die Sicherheitssysteme von Apple feststellen, dass ein iCloud-Account auf verdächtige Weise genutzt wird oder missbraucht werden könnte, kann das dazu führen, dass der Account gesperrt wird. Damit beginnt für den rechtmäßigen Inhaber des Accounts ein Verfahren, in dem er nachweisen kann, dass der Account ihm gehört. Bis dahin ist jeder andere Zugriff blockiert.

Wie Apple schreibt:

„If you or someone else enters your password, security questions, or other account information incorrectly too many times, your Apple ID automatically locks to protect your security and you can’t sign in to any Apple services. You can unlock your Apple ID after you verify your identity.“

Bereits 2014 löste das iCloud-Fotoleak eine Reaktion von Apple aus: Das Unternehmen sperrte eine große Zahl von iCloud-Accounts. Das brachte für einige Nutzer zwar Unannehmlichkeiten mit sich, war aber eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme zum Schutz ihrer Daten.

Seit Anfang März dieses Jahres beobachten wir eine neue Serie von Account-Sperrungen, und wieder fallen sie mit Berichten über Schwachstellen in iCloud und iOS zusammen. Derzeit machen drei Meldungen in den Nachrichten die Runde.

Am 7. März veröffentlichte Apple eine Stellungnahme zu der Veröffentlichung von CIA-Dokumenten über iOS-Schwachstellen durch WikiLeaks und bestätigte, dass viele, aber nicht alle der Schwachstellen bereits behoben waren.

Gut eine Woche später kursierten weitere Berichte über ein neues iCloud-Leak.

Gestern verschlimmerte sich die Nachrichtenlage: Motherboard berichtete, dass Hacker versuchen, Apple wegen des illegalen Zugriffs auf etwa 300 bis 559 Millionen iCloud-Accounts zu erpressen.

According to one of the emails in the accessed account, the hackers claim to have access to over 300 million Apple email accounts, including those use @icloud and @me domains. However, the hackers appear to be inconsistent in their story; one of the hackers then claimed they had 559 million accounts in all.

Apple gab 2016 an, es gebe knapp 800 Millionen iCloud-Accounts. Rechnet man das Wachstum seither ein, könnte – falls sich die Meldung bestätigt – mehr als ein Drittel aller iCloud-Accounts betroffen sein.

Immer mehr Sperrungen

Die Wellen von Account-Sperrungen bedeuten, dass viele Nutzer nach jahrelanger problemloser iCloud-Nutzung mit einem gesperrten Account aufgewacht sind, und andere haben erlebt, dass ihr Account zwei- oder dreimal hintereinander gesperrt wurde.

Beschwerden über Sperrungen auf Twitter

Beschwerden über Sperrungen auf Twitter

Da Cyberkriminelle sich Facebook, Twitter und anderen Plattformen zuwenden, um Angriffe auf die Cloud zu starten, werden die Kriterien für „verdächtige Nutzeraktivität“ immer komplexer.

Apple hat eine Reihe von Verschlüsselungs- und Algorithmusänderungen vorgenommen, die das Verhalten von Nutzern und Geräten auswerten und eine Kette weiterer Account-Sperrungen ausgelöst haben. In einigen Fällen scheinen diese zu fälschlich verhängten Sperren von Accounts zu führen, manchmal mehrmals hintereinander.

Ein einfacher Schritt, um iCloud-Accounts besser zu schützen

Viele Menschen erkennen die Risiken einfacher Zugangsdaten nicht, weil sie normalerweise darauf vertrauen, dass Plattformen sowohl die Sicherheit ihrer Accounts als auch ihre Privatsphäre schützen. Reincubate hat letztes Jahr vollständige 2FA- und 2SV-Unterstützung in der Cloud Data API und in iPhone Backup Extractor veröffentlicht. Dadurch wird es für Personen, die nicht Inhaber des Accounts sind, sehr schwer, Daten zu sichern, die ihnen nicht gehören, da sie das Zwei-Schritt-Authentifizierungssystem ohne Zugriff auf das zugehörige Gerät nicht überwinden können.

Wichtig ist, dass Nutzer ihre iCloud-Passwörter ändern, falls sie das nicht ohnehin kürzlich getan haben, und dass sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren, um ihren Account besser zu schützen. Mehr dazu findest du in unserer Anleitung zum Wiederherstellen von iCloud-Daten und zum Umgang mit 2FA. Wie wir in unserer iCloud-Sicherheitsübersicht 2017 geschrieben haben, wird Apple mit der Version 10.3 zum Glück deutlich mehr tun, um Nutzer zur Aktivierung von 2FA zu bewegen.

So entsperrst du einen gesperrten iCloud-Account

Wenn Nutzer dieser Dienste Probleme bei der Anmeldung haben, kann es daran liegen, dass Apple den iCloud-Account gesperrt hat. Damit er wieder funktioniert, prüfe zunächst die iCloud-Einstellungen, entweder auf dem Gerät selbst oder über icloud.com, und wähle ein neues, sicheres Passwort.

Ein glückliches, entsperrtes iPhone

Ein glückliches, entsperrtes iPhone

In der Wissensdatenbank von Apple gibt es gute Hinweise dazu, wie du deine iCloud-Zugangsdaten aktualisierst, und weitere Tipps zum Thema Sperrung haben wir hier. Wenn die obigen Schritte nicht helfen, schreib uns kurz, dann helfen wir dir.


Über den Autor

Alexandra Petrus

Alexandra war mehrere Jahre lang VP of Product bei Reincubate und ist dem Unternehmen als Freundin verbunden geblieben. Sie ist als Google Developer Expert für Product Strategy anerkannt und Mitgründerin von Bucharest AI.


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